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Geschrieben von: MMag. Peter Hauschild
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Die ChronoPsychologie (gr. χρόνος chrónos „Zeit“; ψυχολογία psychología „Seelenkunde“) beschäftigt sich mit der zeitlichen Organisation von Systemen (Menschen, Unternehmen, Organisationen). Sie berücksichtigt dabei psychologische Rhythmen, die sich in Verbindung mit dem Faktor Zeit verändern.
Ein psychologischer Rhythmus kann beispielsweise für einen bestimmten Menschen festlegen, zu welchen Tageszeiten er die beste Aufmerksamkeit zum Lernen hat oder welcher Schlaf-Wach-Rhythmus sich optimal auf sein Wohlbefinden auswirkt. Es ist beispielsweise möglich, ein Profil seiner täglichen Leistungsfähigkeit zu erstellen. Dazu werden physiologische Körperfunktionen, mentale Kriterien (wie Aufmerksamkeit, intellektuelle Leistungsfähigkeit) und deren zeitliche Veränderung erfasst. Feldstudien mit Erwachsenen beschäftigen sich beispielsweise mit periodischen Veränderungen der körperlichen und mentalen Aktivität an verschiedenen Arbeitsplätzen wie Fabrik, Baustelle, Büro. Studien befassen sich mit dem intellektuellen Leistungsprofil von Schülern und Studenten.
ChronoPsychologie ist eine Erweiterung der ChronoBiologie und der ChronoMedizin. Dabei werden „äußere Einflüsse“ wirksam, wie Schichtarbeit, Zeitumstellung durch Flugreisen (Jet-Lag), Sommerzeit/Winterzeit. Ebenso werden „innere Einflüsse“ wirksam, wie biologische Rhythmen, altersbedingte Veränderungen, oder ob der Mensch eher ein Morgen- oder Abendtyp (Chronotypen) ist.
Psychologische Rhythmen eines Menschen werden beeinflusst durch die Situation, die Tätigkeit und durch individuelle Faktoren des einzelnen Menschen. Eine gewisse Synchronisierung von menschlichen und umweltbedingten Rhythmen ist für gute psychische Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit erforderlich.
Verbindung zu anderen ChronoWissenschaften
Die ChronoPsychologie beschäftigt sich mit Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten des Menschen sowie auf seine Leistungsfähigkeit. Sie baut somit auf Aussagen auf, die sich auf die Zeitstruktur des Erlebens, Verhaltens und der Leistungsfähigkeit beziehen. Die ist als eine Fortsetzung der Chronobiologie zu verstehen, weil die Zeitstruktur der psychischen Rhythmen von biologischen Prozessen abhängig ist.
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. April 2010 um 12:08 Uhr |